Archiv für Mai 2010
… und noch ein süßer Tipp zum Wochenende
Seit letzen November gibt es in München eine neue Art der Praline oder des Kuchens – irgendwie ja beides. Chalwa Heigl hat nämlich die Kuchenpraline erfunden. Das sind kleine Gugelhupfkuchen, genannt Gugl in neun verschiedenen, kreativen Geschmacksrichtungen. Die Rezepte stammen von großen Pâtissiers und Köchen aus Sterneküchen in Deutschland und werden nur mit hochwertigen, frischen Zutaten zubereitet.
Probiert habe ich sie leider noch nicht, deshalb möchte ich über das Corporate Design sprechen. Das finde ich persönlich nämlich ziemlich gekonnt. Irgendwie nostalgisch und trotzdem zeitgemäß. Von der Verpackung, über den Lieferwagen, den Bauchladen bis hin zur Homepage ist alles perfekt aufeinander abgestimmt. Gut finde ich, dass nur mit Weiß und einem auffälligen dunklen Pinkton gearbeitet wurde. Die kleine Guglform als Logo fällt auf jeden Fall auf und lässt sich auch vielseitig einsetzen. Aber am schönsten finde ich die charmanten Verpackungen. So sind wahlweise vier oder neun Gugl in einer Schachtel mit Deckel verpackt. Die einzelnen Gugl werden nicht einfach in die Verpackung gelegt, sondern nochmals durch einen Karton voneinander getrennt, so werden sie beim Transport geschützt. Die Schachtel sieht so toll aus, dass man sich eine Geschenkverpackung sparen kann.
Also, Münchner schaut doch mal an einem Samstag von 10 bis 18 Uhr in der Maffeistraße 3 (vor Loden-Frey) vorbei und besucht den kleinen Laster! Hamburger können sich die Gugl direkt in einen der beiden Mutterland-Filialen abholen. Alle Nicht-Münchner und Nicht-Hamburger über den Online-Shop.
Und ich … ich wollte ja eigentlich dieses Jahr zum Oktoberfest wieder mal nach München und Freunde besuchen. Sollte ich es jedoch nicht schaffen, wird mich sicherlich der Wiesn-Gugl trösten.
dergugl homepage • dergugl shop
Alle Bilder von dergugl
Verwandte Themen
Moderne Scherenschnitte
Obwohl ich jedes Jahr auf Weihnachtsmärkten klassische Scherenschnitte sehe, gebe ich zu diesen nicht viel Beachtung zu schenken. Ganz anders geht es mir mit den Arbeiten von Julene aus England. Aus einen normalen Blatt Papier schneidet sie mit einem Cutter händisch diese wunderschönen Kunstwerke aus. Viele Werke sind typographisch, Julene setzt aber auch Fotos um. Die Worte werden mit verschiedenen Ornamenten zu einem Gesamtkunstwerk verbunden. Alle Scherenschnitte sind Auftragsarbeiten. Seit kurzen bittet Julene eine limitierte Lasercut-Auflage in ihrem Etsy-Shop an. Ich finde auf jeden Fall, das es ein tolles individuelles Geschenk zum Geburtstag, zur Geburt, zu Jubiläen, Hochzeiten oder allen anderen Feierlichkeiten ist. Ich glaube ich muss noch ein Plätzchen an in meiner Wohnung suchen und mir auch ein Exemplar sichern.
Julenes Homepage • Julenes Blog • Julenes Etsy-Shop
alle Bilder von Julene
Verwandte Themen
Einladungskarten mit asiatischen Touch
Einer meiner letzten und wohl auch aufwendigsten Projekte waren diese wunderschönen Einladungen. Das Brautpaar hat sich in China kennengelernt und wünschte sich deshalb einen Bezug zu Fernost in der Gestaltung. Zusätzlich sollten die Karten überwiegend Orange und Rot sein. Es war spannend diese Wünsche umzusetzen.
Jedes Einladungsset besteht aus einer Hülle mit Lasche, einer Einladungskarte und vier Informationskärtchen. Die Hülle ist aus festem lederartigen Papier in Orange gefärtigt. Die Seiten der Einladung sind auf ein Papier gedruckt, das an Stein erinnert. Die Banderole besteht aus einem Satinband.
Die eigentliche Einladungskarte ist die größte Karte und wird ganz hinten eingesteckt. Darüber werden unterschiedlich große Karten mit verschiedenen Informationen gesteckt – ähnlich eines Registers. Man kann die Karten einzeln entnehmen.
Das Hauptelement bei dieser Einladung ist das in orange und rot gehaltene Muster. Es wird lackiert, um sich von dem matten Papier abzuheben. Dies ist an die chinesische Lackkunst angelehnt. In der oberen Leiste wird als Schmuckelement eine Perlenleiste aufgeklebt.
Dazu gibt es noch passende orange Umschläge und Adressetiketten.
Ich freue mich schon auf die Namenskärtchen und Menükarten.
Verwandte Themen
Schokolade in edlem Gewand
Es gibt ja immer mehr und mehr fantastische Verpackungen im Food-Bereich. Diese habe ich gestern gefunden. Ich würde sagen hier ist nicht nur die Schokolade hochwertig, sondern auch die Hülle extravagant. Jede der zehn edlen Schokoladensorten hat eine eigene individuelle Verpackung. Ich kann mich gar nicht entscheiden, welche mir am besten gefällt. Toll finde ich, dass viele verschiedene Papierveredelungen zum Einsatz kommen, die man sonst eher selten sieht, z.B. Laserstanzungen. Entworfen wurde das Ganze von Coba&associates aus Serbien. Die Schokolade findet Ihr hier.
alle Bilder von Lovely Package
P6QDESJ9XSKX
Verwandte Themen
Reiseführer a la Carte
Tsja, manchmal lohnt es sich doch, beim Fliegen die hauseigenen Zeitschriften der Fluggesellschaften zu lesen. Im Lufthansa-Magazin habe ich nämlich diese Stadtpläne von Yuan Yao & Jan Gerber entdeckt. Mir ist natürlich gleich die außergewöhnliche Gestaltung aufgefallen. Schon allein deswegen hätte ich mir eine „A la Carte Map“ gekauft. Noch besser finde ich aber, dass man mit diesem Plan sozusagen immer einen „einheimischen Freund“ and der Seite hat, der die besten Insidertipps der jeweiligen Stadt gibt. Ich versuche nämlich auch Freunden, die mich in Hamburg besuchen, Dinge zu zeigen, die nicht in den normalen Reiseführern stehen, die Touristen vielleicht nicht unbedingt besuchen. Viele der Hinweise auf den Stadtplänen sind ebenfalls „off the beaten track“, z.B.: Schon einmal daran gedacht, in einer chinesischen Universität zu Mittag zu essen? Wie wäre es mit Tango unter Münchens Sternen? Warum sollte man dem Zürcher Polizeiposten Urania einen freiwilligen Besuch abstatten? Wo lerne ich in Barcelona Castañuelas spielen? Es gibt Aufschluss über die verrücktesten Bars, die schönsten Geschenkläden, die kuriosesten Museen, etc.
Zudem kommen die handlichen Karten mit einem persönlichen Begrüßungsbrief und einen Online-Zugangscode für Updates und einer eigenen Tipps-Liste. Die A la Carte Maps sind immer von Local Guides geschrieben. Jede Karte ist einzigartig im Design und wird von Jungkünstlern gezeichnet. Sie sind einfach zu falten und abwaschbar. Rundum gelungen, wie ich finde. Und würde ich es nicht besser wissen, würde ich sagen extra für mich gemacht.
Ach ja, für alle Kreativen gibt es sogar Karten zum Selbstgestalten. Vielleicht gibt es ja bald eine A la Carte Map für Hamburg, dann überrasche ich meine nächsten Gäste nicht nur mit einer individuellen Tour, sondern auch einer solchen selbst zusammengestellten Karte. Ist auf jeden Fall ein tolles Geschenk.
A la Carte Maps • A la Carte Maps bestellen
alle Bilder von A la Carte Maps
Verwandte Themen
Künstlicher Wasserfallturm für Rio
Für die Olympischen Spiele lassen sich die Gastgeberländer ja immer allerhand einfallen. Ein schweizer Architekturbüro hat nun für 2016 einen künstlichen Wasserfall mit über 100 m Höhe vorgestellt. Er steht auf einem riesigen Gebäude und wird mit Solarenergie betrieben. Der Wasserfall selbst betreibt nachts Turbinen zur Energieerzeugung. Die überschüssige Energie soll das ganze Olympische Dorf versorgen. Zudem wird es dort öffentliche Räume für Veranstaltungen, Shops, eine Cafeteria, ein Amphitheater, eine Bungee-Absprungstelle und eine Plattform auf 103 Metern geben. Das ist doch was. Sieht toll aus, ist umweltfreundlich, vertritt den Einsatz von erneuerbaren Energien auf eine spektakuläre Art und Weise – was will man mehr? Sollte er gebaut werden, würde ich mir eine Reise nach Rio sicherlich überlegen.
Ihr solltet Euch mal die Seite von Rafaa ansehen. Dort gibt es noch weitere interessante Projekte zu sehen.
alle Bilder von Rafaa • gefunden über treehugger.com
Verwandte Themen
So schön könnte Teetrinken sein
Diese tolle Idee ging schon im Herbst durch viele englischsprachige Blogs. Da ich sie aber so toll finde wollte ich sie hier trotzdem nochmals zeigen. Natalia Ponomareva aus Russland hat diese wunderschöne Verpackung inklusive Teebeutel für grünen Tee entworfen. Der Clou – der Teebeutel öffnet sich im heißen Wasser und sieht dann aus wie ein Vogel. So schön kann Teetrinken sein – da lohnt es sich Teegläser zu besorgen. Ich jedenfalls drücke Ihr die Daumen, dass sie noch einen Produzenten findet.
Bild von hunsonisgroovy.com
Verwandte Themen
Miniatur-Wohnwelten
Als ich klein war, hat meine Mama sich wochenlang nachts hingesetzt und mir Puppenhausmöbel gebastelt um mich an Weihnachten zu überraschen. Wenn ich nun die realistischen Miniaturmöbel von Annina Günter sehe, bekomme ich fast Lust mein altes Puppenhaus vom Dachboden zu holen und meine Wohnung in klein nachzubauen … oder endlich ein paar Traum-Möbel aufzustellen, für die ich in Originalgröße keinen Platz habe. Annina lebt in Brighton, England ist eigentlich Grafik Designerin bei Red Design und kreiert diese kleinen Welten während ihrer Freizeit. Das Besondere daran sind die realistisch dargestellten Räume, die durch viele kleine Details wie Krümel auf den Tisch, einen gefüllten Papierkorb oder Postkarten auf dem Spiegel, aussehen als währen sie wirklich bewohnt.
Ihr solltet Euch unbedingt Anninas Flickr-Seite ansehen. Auf den Bildern merkt man erst auf den zweiten Blick, dass es sich um „Puppenhauszimmer“ handelt. Ich bin jedenfalls ein großer Fan und freue mich auf viele weitere Wohnkreationen.
Annina in der New York Times • Anninas Blog • Anninas Flickr-Seite
alle Fotos von Annina














